Deutsch für ausländische Pflegekräfte - Leseverstehen B2 - Teil 2

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Informationen für den Kandidaten

Das Leseverstehen dauert 45 Minuten für beide Teile zusammen. Das Konsortium übernimmt keine Haftung für zusätzliche Informationen, die von der Testleitung gegeben werden und die sich von den hier gegebenen unterscheiden.

Aufgabe

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel zur Gedächtnisschwäche. Lesen Sie den Artikel und ordnen Sie danach den Textabschnitten die passenden Teilüberschriften zu. Achten Sie auf das Beispiel (0).
 

(0) Ein großer Teil pflegebedürftiger älterer Menschen leidet unter Gedächtnisschwäche. In dem Artikel wird am Anfang etwas zur Definition des Begriffs „Gedächtnis“ geschrieben. Danach wird erklärt, wie das menschliche Gedächtnis funktioniert und vor allem werden Symptome der Gedächtnisschwäche skizziert. Im letzten Teil des Artikels werden Hinweise gegeben, mit welchen Mitteln man das Gedächtnis trainieren kann.
(1) Gedächtnis ist die Fähigkeit, viele verschiedene Informationen, zum Beispiel Bilder, Wörter, Begebenheiten und Geschichten, zu speichern, zu ordnen und sie abzurufen. Eine große Rolle in diesem Prozess spielt das Gehirn, in dem die Informationen an verschiedenen Stellen abgelegt werden und im Zusammenspiel zwischen den Hirnregionen und den Zellen abgerufen werden können.
(2) Recht oft werden die Gedächtnisleistungen mit der Funktionsweise des Computers verglichen, aber das ist nur im Ansatz richtig. Zur Leistung des Abspeicherns der Informationen kommt bei der Wirkungsweise des Gedächtnisses die Emotionalität hinzu.  Sie und eine weitere Seite, die Verknüpfung von Erinnerungen mit dem Erwerb neuer Kenntnisse, machen eine weitere Besonderheit des Gedächtnisses aus.
(3) Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang  auf die verschiedenen Gedächtnisarten. Es ist einmal das Kurzzeitgedächtnis, das im Minutenbereich arbeitet und verschiedentlich auch als Arbeitsgedächtnis bezeichnet wird. Die zweite Art ist das Langzeitgedächtnis mit der Merkfähigkeit über eine Minute.
(4) Wie kommt es nun zur nachlassenden Gehirnleistung und damit auch zu der Gedächtnisschwäche? Wie in vielen anderen Bereichen des menschlichen Körpers nimmt auch die Gehirnleistung mit zunehmendem  Alter ab. Es verlangsamt sich die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen und die Merkfähigkeit lässt nach.
  (5) Weitere Ursachen für die Gedächtnisschwäche sind der Stress, dem viele Menschen ausgesetzt sind, aber auch Schlafmangel und übermäßiger Konsum von Drogen und Alkohol, um nur einige aufzuzählen. Schließlich muss auch noch die mangelnde Hirndurchblutung durch die Arterienverkalkung genannt werden.
(6) Symptome für nachlassende Gedächtnisleistungen sind das Vergessen von Namen, von Terminen und Orten, an denen man Gegenstände liegen gelassen hat. Häufig kommen auch Orientierungsschwierigkeiten und mangelnde Konzentration hinzu. Im Alter treten vor allem Störungen im Kurzzeitgedächtnis auf.
(7) Das Nachlassen der Energieleistung des Gehirns beginnt schon, wenn der Mensch 30 Jahre alt ist. Das wird lange Zeit nicht wahrgenommen und erst ab Mitte 50 fällt es auf, dass man sich nicht mehr so gut konzentrieren kann.
(8) Man ist nicht mehr so belastbar und ist schneller erschöpft. Was kann man dagegen tun? Gehirntraining oder Gehirnjogging heißen in dem Zusammenhang die Schlagwörter. Mit diesen Trainingsmaßnahmen können die bestehenden Verbindungen zwischen den Nervenzellen des Gehirns gestärkt und vielleicht auch neue Verknüpfungen hergestellt werden.
(9) Für das Gedächtnistraining ist der Denksport verlangt, also Schachspielen, Kreuzworträtsel lösen oder Fremdsprachen lernen.  Man sollte auch nicht so lange alleine bleiben, die Kommunikation mit Freunden und Bekannten suchen, mit ihnen diskutieren und telefonieren. Durch solche Aktivitäten und Übungen bleiben die Leitungsbahnen aktiv.
(10) Wie kann der Alltag für Menschen mit eingeschränkter Gedächtnisleistung  gestaltet werden? Gegenstände sollten immer an den gleichen Orten aufbewahrt werden. Stresssituationen müssen vermieden werden und der Alltag sollte so strukturiert sein, dass bestimmte Arbeiten und Beschäftigungen zu festgelegten Zeiten durchgeführt werden.

 

Fragen zum Text
Überschriften Lösungsbuchstabe
Struktur des Fachaufsatzes (Beispiel) I
Anzeichen von Problemen mit dem Gedächtnis A
Unterschiede in den Eigenschaften des Gedächtnisses B
Beschäftigungsarten zur Stärkung der Gehirnarbeit C
Notwendigkeit operativer Eingriffe D
Bedeutung der Gehirnfunktionen E
Hilfen für Menschen mit Gedächtnisschwächen F
Hauptgrund für Abnahme der Gedächtnisleistungen G
Gehirn im Vergleich mit einem PC H
Mentale Aktivierungsformen der Gehirnleistung J
Messen der Gehirnströme in der Konzentrationsphase K
Faktoren der Zunahme der Gedächtnisschwäche L
Altersgebundenes Wahrnehmen der Gedächtnisschwäche M

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Lehrmaterial-Tipp

Springer-Verlag Berlin Heidelberg

Institut für Interkulturelle Kommunikation

IIK AnsbachIIK Berlin

IIK ErfurtIIK Jena

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